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 Gemeinschaftshaus

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Amber

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mi Mai 26, 2010 2:47 pm

Auf dem Rückweg versuchte Amber – allerdings vergeblich – an etwas anderes zu denken. In ihr tobte es und ihre Gefühle schienen Achterbahn zu fahren. Sobald sie sich halbwegs beruhigt hatte, überkam ihr schon das nächste Gedanke. Und immer wieder kam es

Was soll ich jetzt tun?

Sie kam sich irgendwie ganz hilflos vor. Vielleicht ein wenig wie Faust, der verzweifelt versucht hatte sein Gretchen zu überreden mitzukommen. Obwohl das wieder etwas ganz anderes war. Wie sinnlos ihre Gedankengänge doch oft waren!
Inzwischen war die Blonde schon am Gemeinschaftshaus angekommen und hatte kurz ins Fenster geschaut bevor sie hineintreten wollte. Ihr Puls verschnellerte sich etwas. Amber blieb neben dem Fenster stehen und überlegte sich, was sie jetzt machen sollte. Slade saß gerade im Raum und sie hatte keine Ahnung, wie sie reagieren sollte. Vielleicht hatte er sie ja schon gesehen.
Aber warum machte sie denn einen solchen Aufstand draus? Sie musste einfach nur reingehen und nett sein. Alles andere würde sich sicher von alleine ergeben. So ging sie durch die Tür, schaute sich um und sagte

Hey. Bin wieder da.

Amber näherte sich mit einigen weiteren Schritten Slade, der auf einem Stuhl saß und sie konnte Nudeln und ein paar andere Sachen auf dem Herd sehen. Sie entschied noch etwas mit ihm zu quatschen und hoffte, dass er nicht auf das eine Thema zurückkommen würde. Die Blonde wünschte sich in diesem Moment nicht allein mit ihm in einem Raum zu sein. Wann wohl Riley, Jamie und Nihlus zurück sein würden? Es dauerte bestimmt noch eine Weile. Alle Gesprächsthemen waren ihr recht, nur nicht DAS Thema. Also begann sie

Wolltest wohl Mittag für alle machen?...Ich könnte dir ja helfen.

Wenn sie beschäftigt war, fühlte sie sich wenigstens besser als nur so dazustehen. Amber ging zum Herd und sah, dass Slade nur alles vorbereitet hatte und noch nicht angefangen hatte. Dann holte sie sich eine Zwiebel aus dem Schrank, begann sie zu schälen und in Würfel zu schneiden.
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Slade

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Sa Mai 29, 2010 6:57 pm

Slade war auf den Stuhl etwas eingedöst. Dem entsprechend war er etwas erschrocken als Amber etwas sagte. Er schoss vom Stuhl hoch und stolperte fast über seine eigenen Füße. Wieder im Gleichgewicht merkte er wie er rot wurde. Doch als er in das Gesicht von Amber sah wurde ihm aufeinmal kalt. Er sah ihr an das sie sich unsicher und unwohl fühlte. Was sollte er jetzt machen. Er war sich sicher geworden das er nicht nur freundschaftliche Gefühle für Amber hatte aber wie sollte er ihr das dann irgendwann sagen?! Hatte sie sich doch gegen den "Flirt" entschieden?!

Er war froh als sie zur Küche ging und betrachtete was er gemacht oder besser was er nicht gemacht hatte. Sie fragte ob sie ihm helfen könne und fing schon an eine Zwiebel zuschälen. Froh das sie etwas tat und ihn nicht gleich abservierte war Slade auf jedenfall. Aber war er villeicht einfach nur paranoid? Villeicht war es einfach nur Verlegenheit gewesen, was vorhin in seinen Augen sprach. Doch dieses Gefühl kannte Slade nur aus ganz komischen Situationen. Und diese hier war keine davon.

Ähmm.... klar kannst du mir helfen. Ist vielleicht auch besser so. Ich bin miserabel im kochen. Wenn du mit kochst weiß ich wenigstens das es genießbar wird.

Hatte er das jetzt wirklich gesagt?! Das klang ja wie als könnte sie nicht besser kochen. Er dachte sich "Wo sind die Fettnäpfchen? Ah...da ist ein großes. Ich spring mal kurz rein." Um es zu schlichten ging er zu Amber in die Küche und began die Wurst zuschnippeln.

Ich meinte das es bei dir ganz bestimmt gut schmecken wird.

Er versuchte ein zaghaftes Lächeln in ihre Richtung. Beim weiteren Kochen und Handwerkeln in der Küche passte er ganz genau auf das er Amber nicht zunahe kam. Er wollte ihr Zeit lassen und wusste selbst nicht welchen Gefühl von vorhin er nun glauben sollte?!
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Amber

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Mai 31, 2010 6:47 pm

Das Zwiebelschneiden beschäftigte Amber etwas, denn es war gar nicht so einfach nicht in Tränen auszubrechen. Anfangs ging es noch, doch dann wurde es immer schlimmer und sie sah alles nur noch verschwommen. Die Augen schmerzten und waren rötlich. Außerdem störten der Blonden die Tränen sehr. Sie mochte es nicht, wenn man sie so sah, auch wenn sie nur wegen den Zwiebeln weinte. So legte sie das Messer zur Seite, da sie sich nicht schneiden wollte und versuchte sich mit dem Handrücken die Tränen wegzuwischen.
Amber versuchte sich so hinzustellen, dass Slade sie nicht sehen konnte. Er wirkte irgendwie unsicher und ähnlich unbeholfen wie sie. Das merkte sie an seinem Blick, dem sie versucht hatte auszuweichen und an seinen Worten an denen er etwas verbessern zu wollen schien. Dabei wusste die Blonde ja was er meinte. Slade hätte sich nicht korrigieren brauchen. Als sie sich umdrehte traf sie auch noch ein Lächeln, dass auch unsicher kam. Der ganze Umgang schien ganz anders und das gefiel ihr überhaupt nicht.
Wie hatte es bloß dazu kommen können? Genau so etwas wollte Amber verhindern. Sie wusste, dass es nur Probleme geben würde. Doch ein winziger anderer Teil von ihr hatte wahrscheinlich etwas Hoffnung gehabt oder ähnliches. Wieso konnte sie nicht einmal vernünftig sein? Die Blonde wollte einfach nur weg. Das war ihr einziger Gedanke, den sie jedoch nicht umsetzen konnte. Denn wäre es nicht irgendwie verletzend Slade gegenüber?

Ach Mensch!

Amber drehte sich wieder um und fing wieder an die Zwiebeln zu schneiden. Es müsste eigentlich schon genug sein. Doch sie musste sich beschäftigen. Irgendwie. So röstete sie nach einer Weile die Ziebeln in einer Pfanne goldbraun. Das ergab einen appetitlichen Duft und sie hoffte, dass bald jemand kommen würde. Egal wer.
Von weitem konnte man immer noch – wie soll es auch anders sein – das Meer rauschen und die typischen Geräusche der Küche hören. Das regelmäßige hack-Geräusch des Messers wenn es auf dem Schneidebrett trifft und das Zischen der Zwiebln in der Pfanne.
Um das drückende Schweigen zu brechen sagte sie

Ich muss ja irgendwie versuchen unsere wahrscheinlich schon halb verhungerten Mitbewohner nach Hause zu locken. Vielleicht haben sie sich ja verirrt.

Die Blonde bemühte sich um ein Lächeln. Die Worte kamen leichter als gedacht, doch würden sie möglicherweise nicht den zu wünschenden Effekt erzielen. Sie achtete darauf, dass die Zwiebeln nicht verbrannten.

Wollen wir noch warten? Oder sollen wir schon anfangen mit kochen?
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Slade

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mi Jun 02, 2010 8:50 pm

Amber erwiederte sein Lächeln. Ein Lichtblick? Jedoch schwiegen sie sich weiter an. Amber fing an zu weinen. Für einen winzigen Augenblick dachte Slade das es wegen ihm war. Hatte die Kussaktion Amber doch zu sehr überrumpelt?! Doch dann sah er das sie Zwiebeln schnitt. Und Erleichterung machte sich in ihm breit. Aber wie sollte es nun weiter gehen. Er war so eine gezwungene Stillen nicht gewöhnt und fühlte sich absolut nicht wohl. Jedoch war er auch nicht der Typ der einfach vor den Problemen weglief. Aber sollte er jetzt dieses Thema wieder ansprechen? Nein das wäre grundverkehrt, kam es ihm in den Sinn. Er hatte ihr gesagt das sie alle Zeit der Welt hatte und er ihre Entscheidung akzeptierenn würde. Und dieses Versprechen würde er halten auch wenn darunter die Stimmung litt. Sie wollte durch den leckeren Geruch die anderen anlocken. Bei dieser Bemerkung erklang ein kleines Lachen aus seiner Kehle. Und auf die Frage ob sie noch warten sollten musste er nicht groß überlegen.

Ich finde das wir warten sollten. Sonst finden wir uns ja nie an einem Tisch zusammen. Ich denk mal die anderen müssen bald kommen. Und bei dem leckeren Essen was du hier zauberst ja sowieso.


Er lächelte sie an. Er wusste zwar das dieser Spruch nach seiner Lockerheit die er sonst hatte klang er es aber nicht war. Hoffentlich hatte Amber es nicht gemerkt.

Was war denn nur mit ihm los. Er musste wieder runter kommen. Er würde doch alles kaputt machen.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 06, 2010 7:35 pm

[von See]

Kaum hatten die beiden das Ufer erreicht gehabt, da hatte Riley Jamie ohne eine Antwort abzuwarten hochgehoben und sich über die Schulter geschmissen. Im ersten Moment war sie verdutzt, doch bald schon protestierte sie. Schließlich würde sie mit der Zeit schwer werden und nass war sie obendrein auch noch. Aber Riley schien weder das Strampeln ihrer Beine noch ihre wohl durchdachte Argumentation stören.

Als sie die Blockhütten erreicht hatten ließ Riley Jamie ohne einen Kommentar runter und verschwand. Einen kurzen Moment sah sie ihm noch nach, bevor sie die nassen Klamotten auszog und aufhing und dann duschen ging.

Mit nassen Haaren und frischen Sachen ging sie Richtung Gemeinschaftshaus. Die Rothaarige hatte jedes Gefühl für Zeit verloren, sie konnte nicht sagen, ob sie eine halbe Stunde oder einen halben Tag weg gewesen war.
In der Gemeinschaftsküche sah sie Amber und Slade. Lächelnd ging sie auf die beiden zu.

Hey. Entschuldigt das wir so lang weg waren.

Vielleicht wirkte es komisch, dass sie „wir“ sagte, obwohl sie allein war. Naja egal.

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Slyven

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 06, 2010 10:13 pm

Inzwischen hatte Slyven keine Ahnung mehr wie viele neue Beschimpfungen er schon erfunden hatte, er wusste auch nicht mehr mit welchen charmanten Namen er seine Eltern bedacht hatte, als er trotz Knastaufenthalt nicht um diesen verdammten Flug herum gekommen war. Leider starb die Hoffnung ja meistens zu letzt und da seine Eltern schiss hatten er würde doch noch abhauen, war er netterweise auch noch von den Bullen zum Flughafen gebracht worden und da in ein Flugzeug gesteckt wo auch noch einer dieser Arschlöcher mit geflogen war, als ob er während dem Flug aus dem Scheiss ding auch noch raus springen würde, immer doch. Vielleicht war er manchmal etwas anstrengend, doch ganz sicher war er nicht dumm, er hatte keinen Bock sich um zu bringen oder sonstiges. Der Bulle war ziemlich gereizt gewesen von den kreativen Beschimpfungen des jungen Mannes, der seine Schlechte Laune wirklich voll und ganz an dem Beamten ausgelebt hatte, seine schlechte Laune die auch noch durch den Entzug verstärkt wurde und ihn ziemlich aggressiv machte. Der ganze Flug war zum kotzen gewesen, denn auch die anderen Passagiere hatten ihn oft genug angemault warum er denn nicht endlich still war und wenn er dann wieder eine nicht sonderlich nette Antwort gegeben hatte war der Bulle an die Decke gegangen und hatte angefangen alles und jeden in seiner Umgebung an zu schnauzen. Oft genug hätte einer der anderen Leute in dem Flugzeug seine Faust in ihrem Gesicht gehabt, doch der nette Mann dort neben ihm hatte ihn immer nicht sonderlich sanft fest gehalten und wieder auf seinen Sitz gezogen als wäre er ein kleines Kind. Slyven hatte mit einer ziemlichen Perfektion jedes bisschen Ruhe das der Mann innegehabt hatte systematisch vernichtet und ihn immer wütender gemacht.

Die Landung und das danach folgende war auch nicht sonderlich viel besser gewesen, denn er hatte sich die ganze zeit das Gezeter des Mannes anhören müssen, warum ausgerechnet er einen so starrköpfigen selbstverliebten Teenager aufgehalst bekommen musste, nur weil seine Eltern zu dumm waren ihn zu erziehen. Inzwischen war es dem schwarzhaarigen aber sogar schon zu dumm gewesen etwas darauf zu erwidern, wenn es so weit war hatte sich dieser junge Mann in eine tickende Zeitbombe verwandelt, in jemanden ziemlich unberechenbaren der bei einem kleinen Wort in die Luft gehen konnte, so heftig das niemand damit rechnete. Auf dieser komischen Insel die ihm jetzt schon zum Hals heraus hing hatte ihn der Bulle zu einem Haus befördert und die ganze zeit gelabert, dass er sich noch ändern wäre und wenn nicht würde er hier unter gehen, würden ihn die anderen Teenager hier wie wilde Viecher zerreißen. Vielleicht sollte man dem Typen sagen, dass es Slyven einen Scheissdreck interessierte was er hier von sich gab und das es ihm auch ziemlich am negativen Ende seines Verdauungstraktes vorbei ging, wenn sie ihn versuchen sollten wieder nieder zu machen, denn sie würden es nicht schaffen, wie gesagt er war kein kleines Kind das sofort vor jedem kuschte. Vor und halb in diesem haus wurde der schwarzhaarige einfach abgestellt und angemotzt das er bloß nichts falsches tun sollte, auch wenn ihn das wenig kümmerte.

Sein Blick glitt durch den Raum und er betrachtete die Leute die hier waren, andere würden sich jetzt vielleicht als Außenseiter fühlen, doch ihm war es egal, er war so wieso niemand der die Gesellschaft von solchen Leuten bevorzugte. Nur die blonde und die Blonde wirkten so wie die mit denen er sich abgeben würde, die braunhaarige wirkte ihm schon wieder viel zu kindlich, über die Narben sah er mal großzügig hinweg, denn diese kümmerten ihn kaum, dass gab dem Mädchen eher etwas interessantes. Die männlichen Anwesenden waren für ihn nicht mehr als kleine Hindernisse, doch er war es gewohnt das sich ihm niemand in den Weg stellte, vor allem wegs seiner Aggressiven Seite. Mit seiner selbstverliebten Arroganten Art fand er selten gut Anschluss, wenn ihn das kümmern würde, hätte er sich vielleicht geändert, oder es zu mindest versucht, doch es war immer so das er bekam was er wollte und wenn er wirkliches Interesse an einem der Mädchen empfinden würde, würde er es auch schaffen sie von sich zu Überzeugen. In solchen Punkten war er mit einem unerschütterlichen Selbstvertrauen gesegnet, was man aber auch wieder positiv und negativ sehen konnte, vor allem da er keine Rücksicht auf Verluste nehmen würde.

Er sprach keinen der anwesenden an, er stand einfach nur halb in der Tür, seine dunklen Augen kühl wie immer, er wirkte beinahe unnahbar, wie jemand der nicht hier her gehörte und erst gar nicht hier hin gehören wollte. Innerlich regte er sich ziemlich darüber auf das er sein Handy nicht mehr hatte, nur noch ein paar dumme Kippen die aber keinesfalls den Stoff ersetzen würden den er sich sonst hinter kippte, aber daran konnte er auch nichts ändern, er war auf einer gottverlassenen Insel und keiner von den Anwesenden hier sah so aus als hätte er Stoff dabei oder als ob er ihm etwas abgeben würde. Schon jetzt legte er seine Arroganz offen an den Tag, doch er wusste genau das er es sich leisten konnte arrogant zu sein, er hatte das Aussehen dazu und auch die Persönlichkeit. Stummes abwarten, mehr blieb ihm übrig und mehr wollte er auch nicht tun, wenn jemand was von ihm wollte sollte er sich melden, doch bis dahin würde er sich entweder verpissen oder warten.


(ich hoff ich hab niemanden vergessen oder sonstiges^^)

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Slade

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 06, 2010 10:46 pm

Slade war wirklich heil froh als Jamie das Gemeinschaftshaus betratt. Er hoffte durch sie würde sich die Situation etwas auflockern. Er sah sie an. Sie hatte nasse Haare und hatte sich umgezogen. Slade schloß daraus das sie baden oder schwimmen gewesen war. Er dachte daran als er sie das letzte mal gesehen hatte. Bis dahin war soviel passiert. Er erinnerte sich daran das sie Riley nachgegangen war. Aber ob sie den ganzen Tag mit ihm verbracht hatte wusste er nicht. Sie hatte irgendwie eine andere Verbindung zu ihm als die anderen auf der Insel. Etwas verärgert dachte er an die Tasche des letzten Abends und an den Stein am Morgen. Fakt war erstmal das sie die Stimmung etwas auflockerte.

Sie entschuldigte sich dafür das SIE so lang weg waren. Damit war für Slade klar das sie und Riley den Tag zusammen verbracht hatten. Er glaubte nicht daran das die beiden den Tag so wie Amber und er verbracht hatten. Oder besser hoffte er es. Nicht das genau so ein gespanntes Verhältnis zwischen den beiden entstanden war. Doch dann ermahnte er sich das ja Riley und Jamie eigentlich nichts mit ihm und Amber gemeinsam hatten.

Macht ja nichts. Wir haben schon mal angefangen zu kochen. Riley wird ja dann auch gleich kommen. Und Nihlus hab ich seit heut morgen nicht mehr gesehen. Aber ich denk mal er wird auch bald kommen. So groß ist die Insel ja nicht.

Es fiel ihm nicht schwer unbekümmert mit Jamie zureden. Er fasste wieder Hoffnung das doch noch alles gut werden würde.

Aufeinmal hörte er Stimmen. Es waren zwei Männer. Und einen kurzen Augenblick sah er sie. Es war ein Polizist. Er hatte einen Jungen bei sich. Nach den Worten her, verstanden sich die beiden nicht gut. Der Polizist lud den Jungen im Gemeinschaftshaus ab und ging in Richtung Strand. Wahrscheinlich, und da war sich Slade sicher verlies er die Insel wieder. Er hatte bloß einen weiteren Nachzügler gebracht. Doch anders als Nihlus heute früh schien der Neue nicht unbedingt begiestert hier zu sein. Er stellte sich nicht vor und auch sonst gab er kein Wort von sich. Slade betrachtete ihn. Zweifellos schien er hübsch und gut gebaut doch was hatte das schon über den Charakter auszusagen. Seinen Blick nach zuurteilen war es nicht Schüchternheit sondern Hochnässigkleit das er nichts sagte.

Doch da Slade seine Gelassenheit wieder gefunden hatte überwindete er seinen ersten Eindruck und blieb freundlich.

Hey ich bin Slade. Willkommen auf Cambio. Und mit wem haben wir das Vergnügen?

Er sah die Mädchen Reihe um an. Was würden sie nun tuen? Sein Blick blieb mal wieder auf Amber liegen.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Jun 07, 2010 9:22 pm

Als Nihlus zum Geimschaftshaus zurückkam, sah er gerade noch wie ein älterer Mann gerade Richtung Strand lief. Bei allem was ihm wichtig war hätte er schwören können dass dieser eine Polizeiuniform anhatte. Aber das war schon ziemlich dämlich, je länger er darüber nachdachte. Was hatte ein Erwachsener, noch dazu ein Polizist hier schon auf Cambio zu suchen. Mit einem Schulterzucken tat er das gesehene ab und verlegte sich darauf, dass die Anderen sicher eine Erklärung hätten.

Die Tür zum Haus stand offen, was wohl bedeutete, dass er nicht der erste war, der von seinem Tagesausflug schon wieder zurückgekehrt war. Ohne Umschweife trat er ein.

Hey, ich bin hoffentlich nicht zu spä…

Weiter kam er nicht, denn zu ihrer kleinen Gruppe hatte sich nun noch ein Neuankömmling gesellt, mit dem er nun fasst zusammengestoßen wäre. Sein Blick war ziemlich dessinteressiert. Da Slade aber so aussah als hätte er gerad mit dem anderen geredet, hielt Nihlus sich erstmal zurück. Er persönlich fand aber, dass der Schwarzhaarige so aussah als würde er sie am liebsten alle gleich auffressen. Mh, wär kein schlechter Freund für Riley .Ich könnte die beiden ja in ein Zimmer sperren und den Schlüssel wegwerfen. Aber vielleicht beurteilte er die Lage auch etwas voreilig. Immerhin kannte er den anderen noch nicht mal ganze 60 Sekunden.
An sich war die Stimmung im Gemeinschaftshaus anders. Nihlus konnte jetzt noch nicht sagen was es war, aber irgendwas war passiert. Aber egal. Er wollte erst mal etwas über den Neuen wissen.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Jun 07, 2010 9:37 pm

Jamie nickte nur als Slade sprach. Hoffentlich war sie bei den beiden nicht in irgendetwas reingeplatzt. Schließlich ging die Rothaarige zum Kühlschrank um sich etwas zu trinken zu holen. So langsam bekam sie auch Hunger, zumal das Frühstück ausgefallen war. Dafür hatte sie aber etwas ungleich besseres bekommen. Mit viel Mühe musste Jamie sich ein Grinsen verkneifen. Schließlich sollten es nciht alles wissen, auch wenn sie noch nicht genau wusste, was es da zu wissen gab. Es war...ungenau.

Also ich bin ja nicht die beste Köchin, aber wenn ihr mir verratet, was es geben soll kann ich euch vielleicht helfen, wenn ihr mögt.

Neugierig schaute die Teenagerin auf die bereitgestellten Utensilien. Sie war wirklich nicht erstklassig im Kochen, aber sich selbst hatte sie bis jetzt immer gut versorgen können.

Plötzlich wurden vor der Tür Stimmen laut. Stimmen, die sie bisher noch nicht gehört hatte. Mit einer hochgezogenen Augenbraue drehte Jamie sich zur Tür um und wartete darauf, dass die Männer, zu denen die Stimmen gehörten, eintraten. Der junge Mann der dann schließlich den Raum betrat reichte aber vollkommen aus. Irgendwie war Jamie von seinem Anblick überrascht. Auf ihn passte die allgemeine Bezeichnung "gutaussehend" sehr gut. Noch einen Moment musterte Jamie ihn skeptisch. Offenbar schien ihm die Tatsache, dass er hier war nicht zu gefallen. Und das zeigte er auch offen. Aber da sie an schwierige Menschen gewöhnt war nahm sie das als gegeben hin. Vielleicht würde er noch auftauen oder so. Doch der schwarzhaarige unternahm nicht einmal den Versuch sich mit ihnen bekannt zu machen. Slade ergriff schließlich die Initiative und stellte sich vor. Jamie war sehr um einen neutralen Gesichtsausdruck bemüht, noch wusste sie nicht wie sie den Fremden einschätzen sollte.
Als sie gerade ebenfalls, ganz vorschriftsmäßig, zu einer Begrüßung ansetzen wollte, kam Nihlus zu der Gruppe. Er stutzte mitten im Satz und musterte den Fremden ebenfalls erst mal. EIn Grinsen huschte über Jamies Gesicht. Na das ging ja schon mal gut los.
Ob noch mehr verspätete Teens eintreffen würden? Irgendwie wäre es doch mal interessant zu erfahren, warum er zu spät war. Bei seinem Gesichtsausdruck hatte er sicherlich nicht nur aus Versehen das Flugzeug verpasst.
Vielleicht war er auch ins falsche Flugzeug gestiegen. Das hier war nicht gerade das Partyparadies Mallorca.

Hi, ich bin Jamie., begrüßte sie den Neuankömmling dann schließiich doch.

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Amber

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Di Jun 08, 2010 6:43 pm

Die Zwiebeln waren schon leicht braun und Amber machte den Herd aus. Jetzt überlegte sie sich gleich, was sie als nächstes tun könnte. Es kam ihr gar nicht in Frage tatenlos herumzustehen. Die Gefahr war zu groß, dass...Ihr wurde bewusst wie, man konnte schon sagen panisch sie war. Letztenendes war sie selbst Schuld daran gewesen.

Wie konnte das nur passieren?

Slade wollte auf die anderen warten, was sie einerseits gut fand, weil die Blonde dann nicht mit ihm alleine essen musste, doch andererseits musste sie darauf hoffen, dass möglichst bald jemand ins Gemeinschaftshaus kommen würde. Und da war Amber sich nicht ganz sicher. Was war, wenn keiner vor hatten mittags hier vorbeizuschauen?

Ihre Sorgen wurden von Jamies Begrüßung weggewischt, die dem „wir“ nach zu urteilen mit Riley unterwegs war. Sie drehte sich zu Jamie um und lächelte. Fast wäre ihr ein erleichterndes Aufstöhnen entkommen, doch konnte sie sich noch rechtzeitig besinnen, dass Slade sich in ihrer Nähe befand.
In den nächsten Sekunden nahm sie mehrere Stimmen außerhalb des Gemeinschaftshauses wahr. Es klang mehr nach einer Auseinandersetzung, doch deutlicheres konnte die Blonde nicht hören.
Jamie und Slade lauschten nun auch den Stimmen. So nutzte Amber die Gelegenheit, um sich in den Griff zu bekommen und normal zu wirken. Ihr war Slades Blick nicht entgangen, doch wusste sie nicht, wie sie reagieren sollte. Beinahe wieder in Gedanken versunken schaute sie zur Tür, als Amber Schritte hörte.

Heute schien ein Tag voller Überraschungen zu sein. Erst war Nihlus heute morgen auf Cambio angekommen und nun tauchte ein anderer unerwartet vor ihren Augen auf. Als sein Blick sie traf, meinte die Blonde etwas abschätziges und wütendes erkannt zu haben. Alle schienen nur darauf zu warten, dass der Neue sprach, doch kein Wort entglitt seinem Mund. Das Schweigen würde hoffentlich nícht mehr allzulange anhalten und schließlich ergriff Slade das Wort. Allerdings blieb seine Frage unbeantworte im Raum.
Sie betrachtete jetzt den Fremden genauer, der mit seinem Schiksal, auf der Insel sein zu müssen, keineswegs zufrieden schien. Die Blonde wusste nicht, wie sie ihn einschätzen sollte. Schlecht sah er zwar nicht aus, doch konnte das Äußere ganz anders sein, als dass was im Inneren steckte. Einige Minuten später war ein poltern zu hören.
Als ob das nicht genug war, stieß Nihlus, der den Fremden wahrscheinlich nicht gesehen hatte, fast mit dem Schwarzhaarigen zusammen. Ein Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen und sie musste lachen, was die Blonde sich jedoch verkneifte.
Amber wusste nicht recht, ob sie sich vorstellen sollte. Schließlich tat sie es Jamie nach und begann

Amber.

Danach nickte sie dem Fremden zu. Das musste reichen.
Da alle den Fremden anstarrten, dachte sie sich, dass es vielleicht etwas unangenehm sein könnte und ging zum Fenster...Jetzt fehlte nur noch Riley. Ihm würde sicherlich ein Kommentar zum Schwarzhaarigen einfallen. Sie musste zugeben: auch wenn Riley etwas verborgenes und seltsames an sich hatte, ohne ihn war die Stimmung ganz anders.
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Slyven

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Di Jun 08, 2010 8:35 pm

Es schien als würden alle anwesenden in eine Starre verfallen als der junge Mann eintrat, oder besser gesagt dazu gezwungen wurde, vielleicht waren sie von der Schönheit des jungen Mannes geblendet, beinahe schon fasziniert, oder einfach nur dumm, zu dumm um irgendwelche Worte zu finden, um richtig zu sprechen. Vielleicht waren sie aber auch ziemlich irritiert davon das Sly einfach eintrat und schwieg, seine Arroganz ziemlich öffentlich an den Tag legte, man merkte das er sich über den ganzen Anwesenden hier sah, als wäre er der Herrscher über ein ungezwungenes fremdes Land. Es war nur so, dass ihm diese Insel ziemlich an seine, ziemlich ansehnlichen, Arsch vorbei ging ebenso wie die Leute die hier lebten, oder kurz auf Urlaub waren, oder sonstiges. Ohne groß auf die anderen zu achten zog er eine Kippe aus seiner Jackentasche und zündete sie an, es kümmerte ihn nicht ob die anderen das störte oder nicht, er tat was er konnte um seine Entziehungserscheinungen im Zaum zu halten, denn er hatte keine Lust das er auch noch von dem Nikotin Entzug nieder gemacht zu werden. Immer noch wurde er angestarrt, als wollten sie mit ihren Blicken durchbohren, doch ihre Blicke wirkten eher erstaunt, beinahe wie die von einer Kuh die es blitzen sieht. Tief inhalierte er den Rauch, während er seine Augen wieder über die Umgebung gleiten ließ.

Einer der jungen begann zu sprechen, blickte ihn an, sprach ihn wirklich genau an, doch er verzog leicht die Lippen zu einem spöttischen schiefen grinsen, welches man lieben oder Hassen musste, die meisten Typen hassten es und die Mädchen liebten es eigentlich abgöttisch. Okey, man konnten ihn als den Lebenden Grund hinstellen warum Männer schwul wurden, auch wenn er keinerlei Interesse an seinem eigenen Geschlecht hatte, er verabscheute die meisten einfach nur. Die dunklen Augen bohrten sich in die grau – blauen des jungen Mannes, sie leuchteten kalt, wie dunkles Glas was nur die Umstehenden widerspiegelte und sonst nichts, keine Gefühle außer beißendem Spott und seiner ziemlich heftigen Arroganz, die er so offen an den Tag legte. Dieses schiefe Spöttische Lächeln welches einerseits anziehend und schön wirkte verstärkte sich nur noch, schien beinahe in seine Gesichtszüge hineingerannt zu sein.

“Das Vergnügen ist ganz auf deiner Seite!“

Bemerkte er nur trocken, wollte eigentlich etwas hin zu fügen, doch er wurde unterbrochen, als jemand einen Satz brüllte nur um dann halb in ihn hin ein zu rennen. Er fuhr nicht schnell herum oder so etwas, nein er wand sich langsam um, beinahe schon drohend und man merkte das er es alles andere als gut fand wenn ihm jemand dieser Kröten so nah kam. Das Grinsen / Lächeln war verschwunden, war wie weg gewischt und sein Antlitz war genauso ausdruckslos wie seine dunklen Seelenfenster, doch man konnte die Aggressionen beinahe spüren, die Aggressivität die um ihn herum waberte wie ein Ding das man anfassen konnte – das man berühren konnte. Vielleicht wurde seine sonst schon niedrige Hemmschwelle gegenüber der Anwendung von Gewalt wurde durch den Entzug noch weiter herunter gesetzt. Seine Muskeln spannten sich und es hätte nicht viel gefehlt und er hätte dem Neuankömmling einfach so eine Rein gehauen, doch so weit hatte er sich noch unter Kontrolle. Nur das Zucken seiner Muskeln war beinahe schon verräterisch.

“Hast du keine Augen im Kopf???“

Blaffte er den anderen an, einfach nur froh ein Objekt gefunden zu haben wo er seine Aggressionen vielleicht ein wenig mildern konnte, aber leider erinnerte er sich zu schnell daran das der Bulle immer noch irgendwo hier herum lief und er riss sich zusammen, wand seine dunklen Augen von den anderen jungen Mann ab um sich in vollendeter Schönheit der Runde zu zeigen. Es fehlte nicht viel und er würde ausrasten, der Entzug machte ihn fertig, so cool und selbstsicher er auch eigentlich tat, nagte der fehlende Drogenkonsum doch ziemlich an ihm, vor allem an seinen nerven, wo er ja eh nicht für seine Geduldige Art bekannt war. Tief atmete er durch, blickte erst die Hübsche Rothaarige und dann die ebenso hübsche Blonde an, doch seine dunklen Augen verrieten nichts.
“Slyven!“

Bemerkte er nur trocken, während er sich beinahe schon wieder um drehte, denn er hatte keinerlei bock hier rauf, doch seine Arroganz und sein Stolz hielten ihn davon ab. Vielleicht war er beinahe schon zu Arrogant um irgendwas zu machen, doch er zog an seiner Kippe, da ihn das wenigstens etwas runter brachte.

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Slade

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Di Jun 08, 2010 10:17 pm

Ihn blickten hasserfüllte, arrogante, selbstsüchtige Augen an. Es waren die des Neuen. Slade hielt dem Blick stand, jedoch lief es ihm eiskalt den Rücken runter. Er war es nicht gewöhnt sich mit solchen Menschen abzugeben. Er akzeptierte zwar jeden Einzelnen in seiner Umgebung doch wenn man ihm so offen Unfreundlichkeit entgegen schleuderte obwohl man ihn nicht mal kannte wurde Slade zu einem etwas anderen Menschen. Er hielt sich zurück , da er keinen offenen Streit wollte. Und auch weil er das nicht vor den Mädchen klären wollte.

In seiner gewohnten Umgebung wäre er so einem arroganten Snob aus dem Weg gegangen doch hier war dies schier unmöglich. Als der Schwarzhaarige ihm seine gutgemeinte Begrüßung auch noch unwirsch zurück gab, musste Slade an sich halten. Er krallte seine Finger in die Küchenpallte um ruhig zubleiben. Er würde nicht ausrasten. Gegen dieses Arschloch war Riley ja noch eion süßes Rehkitz, dachte er sich so.

Er hörte ein Stollpern und einen Augenblick später stollperte Nihlus herein und rammte dabei fast den Neuen. Slade sah wie der Neue seine Muskeln anspannte und sich sehr zurückhalten musste. Nihlus sagte nichts dazu und blickte den Neuen nur abschätzig an. Der fing zu allem Überdruss auch noch an ihn vollzupampen. Was war denn bitte das für ein Arsch. Nihlus konnte doch nichts dafür das er sich in die Tür gestellt hatte.
Er wusste das er Nihlus sofort helfen würde wenn es soweit käme. Doch musste denn das sein? Hier und jetzt? Nein musste es nicht. Er entspannte sich wieder immernoch etwas fixiert auf den Neuen. Er blickte ihn nur an als er sich eine Kippe anzündete. Slade hatte nichts gegen Rauchen. Wenn er Appetit hatte oder sehr gestresst war gönnte auch er sich mal einen Glimstängel. Er dachte daran das er überlegt hatte sich einen kleinen Vorrat mit auf die Insel zunehmen. Anderseits hatte er gehofft und auch Gedacht das er sie hier nicht brauchte. Jetzt wusste er das die eine Schachtel doch ganz gut war, die in einem Sockenpaar steckte.

Schließlich hatte der Neue doch die Freundlichkeit sich vorzustellen.
Slyven. Er erinnerte sich an Harry Potter mit dem Haus Slytherin. Was
es doch manchmal für Zufälle gab.

Slyven. Schön. Hätte ich auch selbst drauf kommen können.

Wie er Ungerechtigkeit hasste. Aber er versuchte einen neutraleren Ton anzuschlagen. Nun richtete er zum ersten Mal wieder seine Aufmerksamkeit den Mädels.

Wo ist Riley? Ob wir schon anfangen sollten? Oder warten? Was meint ihr.
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Syricaz

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mi Jun 09, 2010 10:25 pm

Das war ja wohl einfach zum kotzen. Er hatte noch schön in der Zelle gelegen und gepennt, bis aufeinmal so zwei Typen kamen, die lebende Kleiderschränke sein konnten und ihn auf brutalste Weise nach draußen bugsiert hatten. Sie hatten ihm so die Arme verdreht, dass er sich überhaupt nicht wehren konnte, ohne sich selbst ein Arm zu brechen. Und das war nun wirklich nicht seine Lieblingsbeschäftigung. Kurz darauf hatte er zum ersten und letzten Mal seit langem seine Eltern gesehen. 'Sie wollten nur das Beste', haben sie gesagt. Syricaz hatte ihnen vor die Füße gespuckt. Dann hatten sie von dem Deal erzählt und er war ausgeflippt. Es war ihm egal, dass er sich die Schulter beim befreien ausgerenkt hatte, doch er hatte es geschafft und war sogar an den Bullen vorbei, nach draußen gekommen. Doch da hatten sie ihn mit 15 Mann umzingelt. Ein paar Minuten hatte er es noch geschafft, sich zu wehren, doch dann hatte er einen dieser scheiß Schlagstöcke gegen einen Nerv bekommen und war zusammen gebrochen. Während er bewusstlos war, hatten sie ihn auf diese blöde Insel gebracht.

Als er nun im Sand aufwachte, schmerzten seine Schulter und er hatte fürchterliche Kopfschmerzen. Ächzend sank er in den Sand zurück und sah in den ach so perfekten Himmel. Anscheinend hatten sie seine Schulter wieder eingerenkt, doch das verhinderte keinerlei Schmerzen. Nach einiger Zeit hatte er diese verdrängt, darin hatte er schon genug Übung. Er stand auf, klopfte sich den Sand von den Klamotten und aus den Haaren, nur um dann die Kapuze seiner Sweatshirtjacke tief ins Gesicht zu ziehen und sich dann auf den Weg zu machen, um die anderen zu suchen, die hier noch sein sollten. Er brauchte nicht lange, als er auch schon aus der Nähe Stimmen hörte. Er vergrub seine Hände in den Jackentaschen. Normalerweise war er nicht gerade der Typ, der Fremde aufsuchte. Doch was blieb ihm anderes übrig?!

Er kam zu so einer Art Gemeinschaftshaus und betrat kurz darauf auch schon eben dieses. Ohne sich groß umzusehen entdeckte er ein paar Leute, natürlich Fremde. 2 Typen und 3 Mädchen, soweit er erkennen konnte. Doch dann entdeckte er noch einen Typen, besser gesagt einen wohl bekannten. Natürlich erkannte Syricaz Slyven, allein schon an seiner Haltung und natürlich seinem Aussehen. Er hatte sich an dem Auflauf an der Tür vorbei gedrängt, mit der typischen Eleganz in seiner Bewegung. Dann sah er kurz zu Sly.

"Slyven", grüßte er kurzangebunden mit einem Nicken in dessen Richtung.

Es überraschte den Blonden, dass er gerade Sly hier antraf. Aber wenigstens waren dann nicht alle solche Langweiler und es könnte wenigstens etwas lustig hier werden. Auch wenn ihm der Schädel dröhnte, die Schulter schmerzte und er die Drogen vermisste, die wahrscheinlich gerade alle am Rauchen waren. Er ließ sich auf der Fensterbank nieder, immernoch die Hände in der Jackentasche und das Gesicht halb verborgen von der Kapuze. Seine Augen, soweit man diese sehen konnten, hatten einen gelangweilten Ausdruck, denn er trug selten Emotionen nach außen. Er hatte seine Freundin für diesen Scheiß zurück lassen müssen!
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Sa Jun 12, 2010 10:22 pm

Na toll. Der Neue konnte ja sogar reden. Wenn auch nicht wirklich freundlich. Sein Bauchgefühl sagte ihm dass das in Zukunft noch interessant werden dürfte. Selbst Slade schien mit ihm seine Probleme zu haben und Nihlus dachte schon darüber nach mal unter vier Augen über Slyven zu reden.

Er schätzte sich nicht als agressiven Menschen ein, aber dieser Schwarzhaarige ging ihm jetz schon einfach nur auf die Nerven. Schon dieser herablassende Blick als er ihn angesehen hatte. Er hatte selten etwas so dermaßen hochnäßiges erlebt. Aber weswegen machte er sich eigentlich Sorgen? Er brauchte Slyven ja nicht gleich zu heiraten, und wenn das so weiterging bezweifelte er auch, dass das den anderen auf der Insel besonders gefiel.

Nihlus wollte gerade etwas sagen als erneut jemand durch die Tür gestürt kam und sich ins Zimmer stellte und Slyven mit einem knappen Kopfnicken begrüßte. Vom Gang allein hätte er jetzt spontan auf Riley getippt, war dann aber doch leicht über die blonden Haare erstaunt gewesen. Das Erstaunen war dann auch schon wieder vorbei und machte einer Mischung aus Unglauben und Verwirrung platz . Hier geht es ja zu wie auf einem Bahnhof.

Schön das du noch Freunde mitgebracht hast, Slyven. Mit wem haben wir eigentlich die Ehre?

Mit diesem Satz sah er den Anderen an und hoffte, wahrscheinlich vergebens, dass wenigstens seine Antwort ein wenig freundlicher ausfallen würde. Schließlich war er jetzt schon wie lange auf Cambio? Einen halben Tag, abzüglich der einen Nacht, vielleicht? Er legt nicht unbedingt viel Wert darauf noch jemanden gegen sich aufzubringen.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 13, 2010 12:15 am

Rileys Finger und Fußzehen waren mittlerweile mehr als schrumplig, eine 100 jährige Frau schien daneben sicherlich jung und frisch zu sein. Doch auch wenn er jetzt zum Quastenflosser mutieren würde, wahrscheinlich waren die wenigsten darüber traurig. Das warme Wasser war seit einer Ewigkeit verschwunden, gab es überhaupt warmes Wasser, oder war nur das scheinbare Wasser warm. Und wie sah dann das wirkliche Wasser aus? War es wie er und das rothaarige Mädchen auch nur ein Energieklumpen? Konnte man Jamie als ein Mädchen bezeichnen? Wenn man es vom Alter her betrachtete, würden alte Menschen das behaupten, aber ein Mädchen knutschte nicht mit einem fast Unbekannten unter einem Wasserfall. Aber eine Frau? Eine Frau war für ihn immer im Unterschied zwischen Michael Berg und Hanna Schmitz zu sehen. Aber war er den ein Mann oder ein Junge?
Wie oft war es schon vorgekommen, dass er sich in sinnlosen Gedanken verstrickt hatte, ohne den Anfang oder das Ende des Gedankenganges zu erkennen? Wären seine Füße vor Kälte nicht taub geworden, wären die Tiefen seiner Welt wahrscheinlich ohne Rücksicht auf Verluste zu geschlagen und hätten ihn verknotet begraben.
Langsam stand er auf und begann sich abzutrocknen. Frische Klamotten waren überflüssig, er wickelte sich ein Handtuch um und beschloss den Rest der Gesellschaft zu schocken. Doch wahrscheinlich war dies keine so gute Idee, sicherlich würden Slade und Nihlus ihre warme Seite entdecken und die Tatsache das er mit ihnen in einem Zimmer nächtigen musste machte ihm Angst.
Schnell hatte er seine Lieblingsjeans aus dem Koffer gezerrt und ein T-Shirt über gezogen. Seine anderen Klamotten konnte er ja ersteinmal vergessen.
Riley machte sich auch in Richtung Haupthaus. Wie würde er Jamie begegnen sollen? Wie der Filmheld der zur Tür herein kam, die Frau in seinen Arm nahm und sie leidenschaftlich küssen sollte. Oder lieber warten bis sie anschmachtend an nichts anderes dachte als an ihn?
Naja, irgendwie kam ihm das alles ziemlich flach und albern vor.
Als er die Tür ausfstieß, sie auf zu klinken wäre langweilig gewesen, und die beiden Neuen sah und dazu den seltsamen Blick der anderen(sie wirkten...naja....) wusste er wie die Beiden drauf sein mussten.
Ohne sie eines wirklichen Blickes zu würdigen ging er in die Küche und nahm sich eine Flasche Wasser. Als er das Zimmer wieder betrat fragte er mit typisch hochgezogenen Augenbrauen:

Na, bereit für die Gruppentherapie?
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Jamie
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 13, 2010 11:00 am

Die ganze Situation hier war gerade seltsam. Irgendwie. Wenn schon jetzt die Anfeindungen los gingen, überraschenderweise nicht zwischen den Mädels, dann konnte es ja nur noch besser werden. Oh ja, da war Jamie sehr optimistisch. Aber gut, was sollte sie machen? Es war wie es war. Logisch.
Jedenfalls stellte sich der Neue nun doch vor. Wenig wortreich aber immerhin. Die Rothaarige trank noch einen Schluck aus ihrer Flasche. Irgendwie war es ganz schön steif in dem Raum. Alle standen rum und wussten scheinbar nicht was sie sagen oder tun sollten.

"Ich denke er steht noch unter der Dusche, wird aber sicherlich gleich kommen."

Jamie hatte sich wieder zu Slade und Amber rumgedreht und lächelte. Die beiden waren ihr sympathisch, obwohl die Erleichterung, die sie in ihren Augen und Körperhaltungen gezeigt hatten, als Jamie den Raum betreten hatte, etwas verwirrend fand. Aber sie hatte nicht gefragt, was passiert war. Das sollten sie ihr schon selbst erzählen, wenn sie es wollten. Es ging Jamie ja eigentlich auch nichts an. Zumal sie sich auch erst einen Tag kannten.

Plötzlich ertönten wieder Schritte und ohne es zu wollen zog Jamie wieder eine Augenbraue hoch und drehte sich um. Skeptisch sah sie zu, wie ein weiterer Junge den Raum betrat. Er war blond und als er Slyven grüßte, hatte Jamie das unbestimmte Gefühl, dass auf der Insel noch so einiges ab gehen würde. Ob positiv oder negativ konnte sie noch nicht sagen. Wahrscheinlich beides.
Nihlus reagierte ausgesprochen giftig auf die beiden neuen. NAja, wer konnte es ihm verdenken. Oha männliches Selbstbewusstsein und männlicher Stolz waren gerade übermäßig in dem großen Raum. Es hätte nicht viel gefehlt und Jamie hätte genervt die Augen verdreht.
Gut die zwei Neuen schienen nicht begeistert zu sein hier zu sein, fein! Dann sollte man sie in Ruhe lassen, damit sie sich hier zurecht finden würden und später weiter sehen. Zumindest fand sie das besser als dieses ankeifen. Sie wollte ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse nicht unbedingt schon jetzt und wegen so etwas anwenden müssen.

Schließlich kam auch Riley noch hinzu. Jamies Augen folgten seinen Bewegungen durch den Raum. Er war wie immer. So weit sie das beurteilen konnte. Aber was hatte sie erwartet? Sie wusste es selbst nicht und konnte deshalb nicht sagen sie wäre enttäuscht.
Allerdings machte der Spruch den er brachte die Situation nicht gerade besser.

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Slyven

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 13, 2010 2:18 pm

Man konnte die langweile und Gereiztheit in den Augen des jungen Mannes kaum gegeneinander abwiegen, denn beides war extrem und er wirkte eher so als würde er jeden Moment ausrasten als in Ruhe den Aufenthalt auf dieser Insel hinter sich zu bringen wie es sonst eigentlich jeder tun würde, aber nein, Sly nicht. Scheinbar gelassen stand er dorten, auch wenn seine Augen dunkel und merkwürdig leuchtend waren, man konnte nicht genau sagen was er empfand, aber er sah auf jedenfall einfach nur hochnäsig und arrogant aus wie eigentlich immer, als wäre er der König der Welt und sie alle nur widerliches kriechendes Gesocks. Durch die dunklen Haare hindurch blickte er die Menschen in dem Raum an, er zeigte nicht gerade viel Interesse an den anderen, eigentlich gar keins, obwohl man konnte ihm ansehen, dass er jedes kriechende Insekt interessanter finden würde als die anwesenden, besonders die männlichen. Die meiste Zeit ruhten seine Augen auf dem Typen der ihn als erstes angesprochen hatte, na ja und dem er eine – wie immer – vollkommen charmante Antwort gegeben hatte. Richtig aufmerksam wurde Sly als der andere wieder seine Stimme hob und vollkommen unnütze Worte von sich gab, wenn er den jungen schwarzhaarigen reizen wollte, dann war er auf dem besten Weg dazu um eine in die Fresse zu kriegen und in solchen punkten sollten man Slyven nicht unterschätzen.

Was ihn wirklich erstaunte und zum ersten mal auch eindeutige Emotionen auf seinem Gesicht zeigte, denn Schritte waren zu hören und jemand trat in den ‚Gemeinschaftsraum’, jemand den Sly nur zu gut kannte und der auch ihn gut genug kannte. Syricaz. Jemand mit dem er oft genug ziemlich scheisse gebaut hatte und auch auf Drogenorgien gewesen war, ach ja und oft genug waren sie zusammen im Knast gelandet, doch er war immer wieder raus gekommen, im Gegensatz zu Syricaz hatte er nämlich Eltern die dafür ihr Geld springen ließen um immer wieder seine Kautionen zu bezahlen und sonstiges. Seine Augen ruhten auf dem Kumpel und obwohl sie sich ziemlich gut kannten und sich eigentlich auch mochten behandelten sich beide in der Gesellschaft von anderen eher kühl. Die knappe Begrüßung des blonden war beinahe schon normal und dementsprechend reagierte auch der Schwarzhaarige darauf.

„Siehst du beschissen aus!“

War nur seine knappe Antwort, welche wieder üblich für ihn war und er wusste das sich Syricaz entweder darüber aufregen würde, oder er würde es einfach ‚cool’ nehmen. Der Typ der ihm vorhin rein gerannt wirkte alles andere als begeistert von dem jungen Mann welcher ihm so offen mit Arroganz begegnete und auch mit so offener Abscheu. Der blick Slyvens war immer noch alles andere als freundlich, eher weiterhin so kühl und herablassend wie zuvor, als würde er erwarten das sich der andere vor ihm auf den Boden werfen würde um ihn an zu Himmeln. Niemand würde ihm seine Arroganz und Selbstverliebtheit austreiben können, denn er wusste das er perfekt und wunderschön war, immer hin war er sein ganzes Leben lang so erzogen worden, dass allein er und die die ihn akzeptierten es überhaupt wert waren von ihm angesehen zu werden, da nicht alle den Glanz seiner Schönheit abbekommen durften. Er zog einfach nur die Augenbraun nach oben und betrachtete den anderen herablassend, während er wieder dieses schiefe spöttische Grinsen auf sein Gesicht zog, doch er sah keinen Grund irgendwas darauf zu erwidern, da noch eine Person herein kam.

Schwarzhaarig wie er, wenn auch nicht im Entferntesten so schön wie Slyven es war, aber an diese Vollkommenheit kam niemand der männlichen Anwesenden heran, nicht einmal Syricaz, auch wenn dieser ziemlich nah dran war. Den Ausdruck auf dem Gesicht des Neuankömmlings würde er am liebsten mit einer Drahtbürste von dessen Antlitz schrubben wollte, das war eine äußerst verlockende Vorstellung und etwas boshaftes Amüsiertes zeigte sich in Slys Augen. So etwas wie in seinen Gedanken würde er ernsthaft durchziehen, vielleicht machte er sich deswegen nicht gerade viele Freunde, er war einfach in diesem Punkt viel zu einfach und boshaft gestrickt. Doch er wurde von dem Mädchen abgelenkt welches dem Neuankömmling den Namen Riley zu ordnete und noch etwas boshafteres, herablassenderes blitzte in Slys Augen auf, denn durch eine seiner Ex – Freundinnen wusste er das genauso einer der Schwuchtelvampire in diesem tollen Twilight – Scheiss hieß, Applaus Applaus.

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Syricaz

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 13, 2010 6:34 pm

So wie Syricaz die Situation hier einschätzte, war er genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Anscheinend hatte Slyven hier gleich für ein angenehmes Klima gesorgt. Hatte er etwa gewusst, dass Syr auftauchen würde? Wenn ja, dann war das echt ein tolles Begrüßungsgeschenk. Weil wenn es eins gab, was der Blonde richtig gerne tat, dann war es in einer Menschenmasse für ein bisschen Stimmung zu sorgen. Das mochte für die einen negativ bedeuten, doch für ihn war es bloß pure Belustigung. Denn er kannte diesen Haufen Fremde ja noch nicht einmal, abgesehen von Slyven. Doch der machte da gerne mit, auf jeden Fall war es früher so. Und so wie es gerade aussah, hatte er sich kein Stück geändert. Sehr zum erfreuen Syricaz, was er natürlich nicht nach außen hin trug, doch Slyven hätte es bemerkt, denn ein winziges Funkeln verriet es im Blick des Blonden.

Nun saß er auf der Fensterbank, hatte den Blick geradeaus gerichtet und sah gelangweilt dran. Wäre er ein Mädchen gewesen hätte er wahrscheinlich seine Fingernägel betrachtet oder so, aber das war er zum Glück nicht. Als Sly's Stimme sich über die anderen Hintergrundgeräusche erhob, drehte er langsam den Kopf zu diesem und grinste herablassend.

"Man tut was man kann", erwiderte er gelassen und obwohl diese Bemerkung ironisch gemeint war, kam nicht ein bisschen Sarkasmus in seinen Worten zum Vorschein.

Sein Gesicht wurde erneut ausdruckslos und gelangweilt. Vielleicht sah er wirklich ein bisschen sehr zugerichtet aus, hier und da Verfärbungen oder eine aufgeplatzte Lippe, aber das war für den Blonden schon fast Alltag. Und das minderte nicht im Geringsten die Geilheit seines Aussehens, vielmehr sah er dadurch aus wie ein 'Bad Boy', wie es mal irgendein schwuler Penner im Knast ausgedrückt hatte. Allgemein musste man sich schon fragen, warum solche Leute dort gelandet waren. So wie die meisten sich aufführten, konnten sie höchstens nen Kaugummi geklaut haben, während sie den Verkäufer mit einer Spielzeugpistole gedroht hatten. Oder eben irgendwas in der Art. Wieder wurde er in seinen Gedanken unterbrochen, als ein anderer Typ aus dem Raum das Wort indirekt an ihn wand. Etwas herablassendes mischte sich in Syricaz Blick, ehe er sich fast schon genervt zu einer Antwort zwang.

"Falls der erste Teil so etwas wie eine Beleidigung sein sollte, danke ich dir ein anderes Mal für das Kompliment. Und um auf deine Frage zu kommen: Du wirst eh andere Namen für mich finden, da es für dich bestimmt eine sehr große Ehre sein wird, über mich zu lästern. Aber bis dahin ist mein Name Syricaz."

Gerade als er geendet hatte, wurde die Tür aufgestoßen. Anscheinend hatte der Typ der eintrat sich nicht die Mühe machen wollen, die Tür wie jeder andere normale Mensch zu öffnen, sondern brauchte die Dramatik dieses Auftritts. Was aber völlig fehl am Platz war, da er nicht ein bisschen so aussah, als würden nun alle im Raum verstummen und ihn ehrfürchtig ansehen. Dazu sah er einfach nicht geil genug aus. Aber anscheinend respektierten alle ihn, mit Ausnahme von Slyven und Syricaz selbst. Denn als der Blonde einen Blick zu Sly warf, sah er nur zu deutlich, was dieser von diesem Achtung-hier-bin-ich-und-ihr-habt-mir-jetzt-alle-die-Füße-zu-küssen-Typ hielt. Leicht seufzte Syricaz angewidert, ließ sich tiefer auf der Fensterbank sinken und versuchte ein angenehmere Position zu finden, auch wenn die Schmerzen sowieso bleiben würden. Die Kapuze seiner grauen Sweatshirtjacke zog er tiefer ins Gesicht, vergrub die Hände in den Taschen und ließ ein Bein locker von der Fensterbank hängen, während das andere angewinkelt war. Hätte nur noch was zum Musik hören und ne Kippe gefehlt und ein typisches Bild Syricaz's wäre entstanden. Die Worte von diesem Typ, der gerade herein gekommen war, ignorierte er und schloss die Augen. Was er jetzt brauchte waren irgendwelche Drogen, was ihm ja alles abgenommen wurde, und nicht diese dumme Geschwätz dieser Pisser.
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Slade

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jun 13, 2010 7:36 pm

Kurz nach seiner Frage wo Riley geblieben war, platzte noch jemand Neues herein. Und noch ein Kerl. Nun waren sie schon zu fünft. Er betrachtete den Neuen und wurde fast vom Blitzt getroffen als dieser Slyven, ausgerechnet Slyven, mit Namen begrüßte. Komischer Weise wunderte ihm das Verhalten des Neuen daraufhin nicht groß. Wer mit Slyven beim guten Du war musste unweigerlich genauso sein wie er. Das stand für Slade fest. Er blickte den Blonden an. Er war hübsch genau wie Slyven. Und wie er das sah, wussten das auch beide und bildeten sich auch noch etwas darauf ein. Jedoch sah der Neue etwas mitgenommen aus. Die aufgeplatzte Lippe reichte Slade da schon. Er nahm es fast reaktionslos hin das auch dieser Typ es nicht für nötig hielt seinen Namen zusagen oder etwas wie ,,Hallo" zusagen.

Als Nihlus eine leichte Spitze den beiden Neuen entgegen warf zeichnete sich ein leichtes Grinsen auf Slades Mund ab. Nihlus wurde ihm von Minute zu Minute sympatischer. So war er wenigstens nicht der Einzige dem dieses "Ach ich bin ja so geil aber erwartet ja nicht das ich euch mag"-Getue auf den Sack ging.

Als Antwort bekam Nihlus einen netten Dialog zurück. Was sollte das denn? Konnte man nicht wenigstens versuchen mit jemanden hier auszukommen. Über den oder die Neuen lästern?! Sahen sie aus wie kleine 4-Klässler. Man konnte über die Neuen reden aber doch nicht so kindisch wie "hast du das un das schon gehört". Slade ging dies hier langsam alles auf den Keks. Er wollte sich hier klar werden wie es später mit ihm weiter gehen sollte aber das war jetzt nicht unbedingt das was er sich unter Urlaub vorgestellt hatte. Erst der scheinbar falsche Versuch sich Amber zunähern und jetzt eine noch angespanntere Stimmung als bei einem Bombenangriff. Er ahnte nur das Slyven und Syricaz sich noch zurück hielten. Ja so hieß der Zweite. Zweimal S und zweimal Y. Wenn das nicht von Verbundenheit zeugte. Er wollte irgednetwas tuen und so began er den Tisch zudecken. Er nahm Teller und Besteck aus dem Schrank und ging zum großen Tisch. Er versuchte acht Mal Besteck mit Teller auf den Tisch zu bekommen. Er hoffte immernoch das sich die beidne Neuen zusammen reißen und sich einleben würden.

Er hörte wie die Tür aufgestoßen wurde. Schnell drehte er den Kopf zur Tür. Sollte jetzt noch Neuer Typ nummero vier an diesem Tag kommen? Er atmete erleichtert auf als er Riley erkannte. Er wunderte sich über sich selbst. Aber Riley war ihm hundertmal lieber als Syricaz und Slyven. So wie es aussah erkannte Riley die angespannte Stimmung gleich und fragte gelassen nach einer Gruppentherapie. Slade sagte leise mehr zu sich selbst als zu den anderen.

Gruppentherapie....? Was soll das bei den beiden bringen.

Er hoffte das keiner seinen Ausrutscher gehört hatte den ihm war durchaus bewusst das dieser Spruch nicht grade zur Entspannung beitragen würde, vorallem wenn ihn einer der beiden gehört hätte. Um davon abzulenken ging er Richtung Küche und wollte Gläser holen.
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Amber

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Jun 14, 2010 6:29 pm

Die gesamte Stimmung im Raum war ziemlich angespannt und Amber konnte sich nicht vorstellen, dass sie noch schlimmer werden konnte. Doch da hatte sie sich getäuscht. Nach dem Zusammenstoß Nihlus und Slyven folgte ein anderer Blondhaariger, der Slyven zu kennen schien. Sie betrachtete die Gesichter der anderen und keiner freute sich auf einen weiteren neuen Mitbewohner, der mit hoher Wahrscheinlichkeit, seinem Aussehen und Auftreten nach, sich nicht groß vom Schwarzhaarigen untescheidete. Beide konnten glatt Zwillinge sein, würden sie sich nicht zu sehr vom Äußeren her unterscheiden, obwohl Amber zugeben musste, dass sie keineswegs hässlich waren und Slyven und Syricaz hießen. Trotzdem verkörperten sie das typische Macho-Bild mit dem sicherlich nicht alle zurechtkommen würden, wenn überhaupt jemand. In NewYork hatte sie meist versucht solche Gruppen, wenn sie wieder mal spät nachts unterwegs war, zu vermeiden, denn ihr Bauchgefühl sagte, dass diese Typen nicht sehr nett mit ihr umgehen würden. Irgendwelche idiotischen Kommentare oder Pfiffe musste sie sich immer anhören und das war weit genug gewesen. Tja nun hatten sie 2 dieser Sorte mit auf der Insel. Amber wollte sich jedoch keine voreilige Meinung über die beiden bilden, auch wenn es etwas schwer war. Eine leise Stimme in ihrem Kopf sagte, dass der erste Eindruck auch ganz wichtig war. Vielleicht waren Slyven und Syricaz ja gar keine Arschlöcher. Doch Amber war nicht naiv und deren sehr künstlich wirkender Auftritt verriet eigentlich schon ziemlich viel über sie. Aber egal. Mal sehn was die Zeit bringt. Sie lehnte sich an das Fensterbrett und schaute wieder zu den anderen. Jetzt waren sie schon zu Siebt.

Ihre Gedanken wurden von einem Knall unerbrochen, bei dem sie leicht zusammengezuckt war. Riley. Wer sonst? Doch sein beinahe filmreifer Auftritt und der darauf nachfolgende Kommentar verbesserten nicht gerade die Stimmung, sondern spannte sie noch mehr an, sodass sie schon so dünn wie ein Faden war, der in jedem Augenblick reißen könnte.
Slade fing an den Tisch zu decken, sonst standen alle gelangweilt oder verspannt da. Was ging nur in den Köpfen der beiden Neuen vor und für was hielten sie sich? Ihr waren der arrogante und hochnäsige Blick nicht entgangen, doch galten sie eher Riley, Slade und Nihlus. Das würde auf keinen Fall gut gehen. Davon musste man einfach ausgehen, wenn fünf völlig unterschiedliche Jungs auf einer Insel hockten. Was war wenn... Amber machte sich mal wieder viel zu viele Gedanken. Jetzt zählte nur, was in diesem Moment passieren würde. Die Blonde kam sich langsam wie in einer TV-Serie vor, wo an einem Tag unendlich viel passierte. Alles schien einfach seltsam.
Ein Seufzen drängte sich aus ihrer Kehle. Das hatte sie sich mehr oder weniger selbst ausgesucht, aber nie im Leben hätte sie sich SO ETWAS je in ihren Gedanken ausgemalt.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Jun 14, 2010 9:37 pm

Diese Antwort war dann doch etwas entäuschend gewesen und vor allem so gar nicht das was er nach dem Auftritt des anderen jungen Mannes erwartet hatte. Eigentlich hatte er sich innerlich schon auf erinen verbalen Boxkampf eingestellt. Schade eigentlich, aber was solls. Syricaz, so hieß der Blonde, war offenbar auch nicht unbedingt gewillt ihm weiter Beachtung zu schenken.

In diesem Moment kam Riley zur Tür hereingestürmt. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, freute Nihlus sich sogar ein bisschen ihn zu sehen. Neben den beiden Anderen wirkte er jedenfalls wie die Freundlichkeit in Person. Mit seinem üblichen, alles ignorierenden Auftreten und einem, wie er fand ziemlich flachen Spruch, war er auch schon wieder so wie ihn Nihlus kennen und ,mehr oder weniger, lieben gelernt hatte.

Wenn du dich uns unbedingt so öffnen möchtest, Riley, dann nur zu.

Naja, diesen Satz hätte er sich eigentlich auch verkneifen können. Aber er war einmal so gut in Fahrt und hatte jetzt noch keine Lust aufzuhören.Wieso auch? Dann fing er die beunruhigten Blicke von Amber und Jamie auf. Beide schienen ganz und gar nicht glücklich mit der Situation zu sein. Das war für ihn das Zeichen das es Zeit sich langsam wieder zu beruhigen. Offensichtlich befürchteten sie, dass das Ganze hier noch in einer Schlägerei oder etwas ähnlichem enden würde. Im Grunde stimmte das schon. Leicht missmutig stapfte er in die Küche und nahm sich den erstbesten Apfel, der dort zu finden war. In den Hauptraum zrückkehrend, schnappte er sich dann einen Stuhl und setzte sich ein wenig abseits. Ok, so ganz der Erhohlungsurlaub, den ich mir vorgestellt hatte wird das wohl doch nicht.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Di Jun 15, 2010 6:11 pm

Riley lies sich nieder und musterte die Anwesenden noch einmal genauer. Einige kannte er schon, andere waren erst dazu gekommen und Riley gab zu das sie nicht häßlich waren. Doch, wenn er ehrlich war, dann tangierte es ihn nur peripher. Was kümmerten ihn die kleinen Drogenjunkies? Wer seinen Körper so zerstören wollte, konnte sich gleich vor das fahrende Auto werfen. Mit solchen Gedanken und Äußerungen machte er sich keine Freunde, doch er hatte sich entschieden, hatte sich seine Meinung gebildet als ein Freund den Drogen zum Opfer gefallen war, als er, voll im Rausch nicht mehr wusste was er tat und schließlich daran zu Grunde ging. Riley hatte ihn retten wollen, hatte ihn zu Beratungsstellen geschleppt, dazu gezwungen es zu versuchen und war....gescheitert. Es war eines der Erlebnisse die ihn zu dem Menschen gemacht hatten, der er nur war. In seinem Inneren wusste er, das es nicht seine Schuld war, das er alles was er konnte getan hatte. Doch nie würde er wieder zu lassen das jemand sein Leben so beendete und er, Riley, ihn nicht davon abhalten konnte. Aber eines hasste er noch mehr als Drogen, etwas lies den Widerwillen in ihm noch stärker werden: die, die Drogen nahmen und sich als "cool" bezeichneten, die die nicht verstanden, das sie sich damit schadeten und etwas unvorstellbar dummes taten. Er selbst war nicht fehlerfrei, ein zynisches Arschloch, das sich gern über andere mit sarkastischen Äußerungen echauffierte und seinen Selbsthass in sich fras. Ja, er lebte auf seiner eigenen MIR-GEHT-ES-MIES-DESHALB-BIN-ICH-ZU-EUCH-UNFREUNDLICH-Schiene. Mit seinem eigens erschaffenen Scheidungskindkomplex und dem mangelnden Taktgefühl war er kein besserer Mensch als alle anderen. Lieber hätte er mit jedem getauscht, selbst wenn er das, was er an sich schätzte dabei verlieren würde.
Er wusste, das er sich am wenigsten über andere aufregen durfte, doch es war seine Art Verhalten, welches er nicht verstehen konnte nicht zu tolerieren.
Bei Slades Kommentar lächelte er wieder. Schon das er bei seinem Eintreten erleichtert geseufzt hatte war amüsant gewesen, doch da hatte er sich noch zurück halten können.

Ach Slade, es ist nicht jeder ein so hoffnungsloser Fall wie du!

Es war weder gemein, noch böse, noch griff er die Neuen an. Er würde seine Meinung zurück halten, wenn die, die ihrige zurück halten würden. Für ihn gab es im Moment wichtigeres über das er nach denken musste und das hatte rein zufällig etwas mit einem rothaarigen Mädchen zu tun. Wieso nur? Jedenfalls waren die Beiden ihm Moment mehr als Schnuppe.

Nihlus...ich denke du weißt alles über mich?! Als meine Flamme, meine Liebe fürs Leben, nichts für ungut Slade, ich mag euch beide. Ich weiß ja nicht, es ist doch ein schlechtes Zeichen, wenn du meine kleinen Sünden nicht kennst!

Seine Stimme triefte vor Ironie, doch anders als die meisten dachten, wollte er niemanden beeindrucken, er wollte nicht das die anderen etwas von ihm hielten, dieses Statuszeug war ihm egal. Es ging ihm darum wie er sich selbst sah, mit seinen Antworten sich selbst nicht zu offenbaren und vorallem seine wirklichen Gefühle und Gedanken unter Verschluss zu halten.
Er überflog den Rest der Gruppe und als sein Blick Jamie streifte, konnte er ihn nicht auf ihr lassen, es hätte wahrscheinlich zu viel verraten...
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Sa Jul 03, 2010 11:37 am

Naimas Abschied

Irgendwann in der letzten Nacht war sie erwacht. Sie hatte es geplant. Gut geplant. Auch wenn es nicht viel zu überlegen gab. Nein, ihr Entschluss hatte festgestanden. Sie hatte sich beweißen wollen, aber vielleicht war das heir einfach nicht die richtige Art und Weise für so etwas. Dennoch ging sie gestärkt aus dieser kurzen Reise hervor. Ihr Selbstvertrauen war ein wenig gewachsen.

Schnell war sie zu der Stelle gegangen, an der morgens immer das Boot mit den Lebensmitteln war. Als sie diesen Platz leer vorfand wusste Naima, dass sie nicht zu spät war. Sie setzte sich in den nun kühlen Sand und wartete.
Schnell machte sie dem Mann, der die Lebensmittel brachte klar, dass sie das Experiment Cambio abbrechen wollte. Er überredete sie bis zum Mittag zu warten und es sich gegebenenfalls noch einmal zu überlegen. Sie willigte ein, schließlich musste sie noch packen. Doch auf eine Verabschiedung wollte das Mädchen verzichten.

Als der Morgen anbrach, ihre Zimmergenossinnen zum Frühstück gingen packte Naima schleunigst ihre Sachen und ging dann hinterher. Sie verhielt sich den ganzen Morgen ruhig, sagte nichts. Sie blieb im Gemeinschaftshaus und wartete darauf abgeholt zu werden.
Als zwei neue Jugendliche auf die Gruppe stießen wurde Naima immer sicherer, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Als die Zeit ran war verließ sie ohne sich noch einmal umzudrehen das Gemeinschaftshaus. Schnell holte sie ihre Sachen aus der Blockhütte und ging zu dem verabredeten Treffpunkt am Strand. Lediglich ein Zettel in der Blockhütte der Mädchen verriet, dass sie freiwillig gegangen war.

Und so verließ das Mädchen mit den Narben Cambio. Sollte ihr Name schon bald vergessen sein?
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Jamie
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jul 04, 2010 12:50 pm

Das Wortgefecht ging schon los, als der neue Neue Nihlus antwortete. Syricaz und Slyven. Die beiden würde die ganze Truppe wahrscheinlich gehörig durcheinander bringen. Oder vielleicht aber auch untereinander bleiben und sich von ihnen abgrenzen. Jamie konnte das noch nicht so wirklich einschätzen.

Anscheinend hatten sich soeben zwei Fronten gebildet. Syricaz und Slyven auf der einen Seite und die anderen Jungs auf der anderen Seite. Amber schwieg, lediglich ein Seufzen verriet ihre Gedanken ein wenig. Und auch Jamie hätte am liebsten geseufzt. Schon nach zwei Minuten schien man sich entschieden zu haben, dass man einander nicht mögen kann und sich keine Chancen gibt. Na ganz klasse!
Jamie hatte Slades Kommentar gehört, doch das war nicht der einzige Grund, weshalb sich die Rothaarige einmischte. Die Spannung in dem Raum war fast unerträglich und das Getue von beiden Seiten der männlichen Indivduen ging ihr zunehmends auf den Sack. Sie hasste es, wenn man andere ohne sie zu kennen anfeindete.

Leute, könnt ihr euch nicht vielleicht mal ein bisschen zusammen reißen? Wir müssen schließlich eine ganze Weile hier zusammen leben.

Jamies Blick machte die Runde, aber er blieb an niemandem hängen. Schließlich sollten sich alle angesprochen fühlen. Von ihr aus sollten sich die Kerle ruhig die Köpfe einschlagen, aber bitte nicht hier drin, wo sie noch essen wollte!

Dann half sie Slade dabei den Tisch zu decken. Er und Amber hatten sich Mühe dabei gegeben zu kochen und die junge Frau sah es nicht ein nur wegen ein paar Typen aufs Essen zu verzichten, zumal dieses Gefühl in ihrem Bauch eindeutig Hunger signalisierte. Sollten die Jungs tun was sie wollten, Jamie würde auch allein essen. Dennoch deckte sie auch für die beiden Neuankömmlinge mit.

Als die Rothaarige erneut aus der Küche kam war Naima plötzlich verschwunden, das Mädchen hatte den ganzen Vormittag kaum etwas gesagt, zumindest nicht als Jamie anwesend war. Sie machte sich ein wenig Sorgen um das stille Mädchen. Vorsichtshalber ging Jamie vor die Tür des Gemeinschaftshauses, um zu sehen wo sie hingegangen war. Aber draußen war keine Spur von Naima. Ohne groß Hoffnung auf Erfolg zu haben schlug Jamie den Weg zur Blockhütte ein. Aber auch hier war sie nicht. Sie wollte schon wieder gehen, als ihr Blick Naimas Bett streifte. Ihre Sachen waren weg. Neugierig trat sie näher ran und fand einen Zettel. Das braunhaarige Mädchen hatte ihren Urlaub abgebrochen. Viel mehr stand nicht darauf, außer das sie mit einem Boot abgeholt werden würde.
Irgendwie machte die Rothaarige sich Vorwürfe, dass sie sich nicht genug um die Andere gekümmert hatte. Doch Naima hatte wirklich nicht hierher gepasst. Sie schien nicht zu der Gruppe gehören zu wollen. Oder Jamie hatte sie nur nich genug gekannt. Jetzt war es jedenfalls zu spät.
Da warens nur noch zwei...
Sie und Amber waren nun die einzigen Mädchen zwischen haufen Kerlen. Toll!
Langsam ging Jamie wieder zurück zum Haupthaus.

Naima ist gegangen. Sie hat sich von einem Boot abholen lassen. Sie muss das geplant haben.

Mehr sagte Jamie nicht, sie legte nur Naimas kurze Nachricht auf den Tisch, damit die anderen sich vergewissern konnten.

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Slyven

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jul 04, 2010 1:56 pm

Die langweile in den Augen des schwarzhaarigen war schon beinahe greifbar, als könnte man sie mit den Händen fassen wenn man diese nach seinem Gesicht ausstreckte, vielleicht war es merkwürdig das jemand so vollkommen gelassen und gelangweilt aussehen konnte, wenn eine solche Spannung in einem Raum herrschte. Dieses kleinliche Getue seiner männlichen Mitmenschen brachte ihn schnell dazu sich nach einer ernsthafteren Beschäftigung um zu sehen, denn wenn sie keine einigermaßen intelligente Sätze hervor brachten, dann machte es auch nicht sonderlich viel Spaß sich mit ihnen verbal zu duellieren, nein das kindische, ja beinahe weibliche gekeife ließ nur höchst interessante und sonderbare Gedanken in seinem Kopf wachsen. Für ihn war es alltag sich so unheimlich schnell beliebt zu machen und jeden der ihm nicht gefiel musste erst einmal lernen was es hieß, plötzlich mit jemandem wie ihm auf so engem Raum zu leben. In dem Teil der Stadt wo er gelebt hatte war er bekannt gewesen und man war dem reichen Schönling aus dem Weg gegangen, denn so wie sein Geld, oder besser gesagt das seiner Eltern, bekannt war, so war das auch seine Aggression, besonders wenn er unter Drogen stand, oder zu viel gesoffen hatte. Wie alte Weiber finden die männlichen Anwesenden, welche ihm noch so ziemlich unbekannt waren, auf ihm und Syricaz herum zu hacken, doch es entlockte dem jungen Mann nur ein spöttisches, herablassendes Grinsen, welches schief und perfekt, vollkommen, auf seinem Gesicht thronte.

Anscheinend fand der Junge namens Slade, dass die Ankunft des anderen schwarzhaarigen so etwas wie eine Erlösung war, vielleicht war das der Oberböse hier gewesen und hatte seinen Rang prompt an Sly und Syr abtreten müssen, aber der junge Norweger blickte ihn nur vollkommen ruhig aus den schwarzen, bohrenden Augen an. Sollte der andere sich doch über ihn aufregen so viel er es wollte, das würde nur dazu beitragen das Slyven irgendwann lachend in einer Ecke liegen würde, oder das der andere seine Faust zu spüren bekommen würde, er konnte frei wählen, obwohl, nein, konnte er nicht, solche Entscheidungen traf immer noch der schwarzäugige. Das grinsen das Slade über die Lippen zuckte als Nihlus seinen Kommentar abgab, welcher unbeantwortet bleiben würde, ließ den schwarzhaarigen die Augenbraun leicht nach oben ziehen, denn anscheinend wollte sich der braunhaarige in Richtung – eine in die Fresse kriegen – bewegen, sollte er ruhig, denn er war niemand der zögerte an anderen seine Aggressionen oder sonstige Emotionen aus zu lassen. Sollte so mancher denken, er hätte keine Kraft und würde nur gelangweilt, möglichst gut aussehend, in einer Ecke gammeln, so täuschten die sich, man kam ohne Muskeln in Schlägereien nicht sonderlich weiter und es würde dem Milchbubi sicher nicht gefallen Slyvens Kraft zu spüren zu bekommen! Auf den Kommentar von dem ach so intelligenten, coolen schwarzhaarigen der den Raum anscheinend glaubte mit seinen ‚ausgefallenen’ Sprüchen sprengen zu müssen fing Slade an in seinen nicht vorhandenen Bart zu murmeln, anscheinend eine Zustimmung die sich gegen Sly und seinen blonden Kumpel richtete. Er konnte ernsthaft froh sein, dass Sly ihn nicht hörte, denn langsam begannen die Nerven des Schönlings unter der bloßen Anwesenheit des anderen zu zerreißen.

Die Blonde zeichnete sich nur durch ihr schweigen aus, während beinahe alle anderen mit irgendwelchen Worten um sich warfen, versuchten durch ihre ach so tollen Sprüche zu glänzen, nur um sich den Spott des Schwarzhaarigen zu sichern. Kurz ruhten schwarze Seelenfenster auf dem Mädchen, betrachteten ihre schlanke Gestallt, doch viel zu kurz um wirkliches Interesse erahnen zu lassen und schon huschte sein Blick weiter, zu dem dunkelhaarigen Nihlus, welcher anscheinend einer der wenigen war der Intelligente Erwiderungen abgeben konnte, was ihn aber auch nicht unbedingt beliebter machte. Der, für Sly, Fremde gab einen Kommentar zu der Bemerkung des Namenspatrons eines Vampir – Schwuchtels ab und entlockte den Augen des Drogenabhängigen ein leichtes aufblitzten, doch es war kaum merklich, aber es amüsierte ihn das sie sich auch gegenseitig mit Sprüchen bewarfen, wie Kinder mit Wattebällchen. Bei dem Gegenkommentar von Riley wand sich der unverwandte Blick Slyvens auf ihn und man konnte puren Spott, vermischt mit dieser Arroganz in seinem Blick sehen, ja diese Gefühle in dem schönen schwarzen Augen schienen den anderen nahezu entgegen zu springen.

Die rothaarige bewegte sich und er wand den Kopf ihr zu, nur kurz striffen seine Augen Syricaz, welcher gelangweilt auf seiner Fensterbank saß und sein demoliertes Gesicht von der Sonne bescheinen ließ, doch bald ruhten sie durchdringend auf dem blassen Mädchen mit den Augen von der Farbe gefallener Blätter, sie sprach und ließ ihn kurz die Lippen zu einem spöttischen Lächeln verziehen, während seine Augen plötzlich vollkommen Unschuldig wirkten, als könnte er niemandem ein Leid zu fügen, als wäre er der liebe Junge der alten Frauen über die Straße half und nie irgendwelche Boshaftigkeiten von sich gab. Leider wurde der Ausdruck in seinen Augen schnell von dem spöttischen Lächeln zu Nichte gemacht, doch er sparte es sich zu Antworten. Sein Blick wurde missbilligend als er sah das sie für ihn und Syr mit deckten, denn er würde sicher keinen Fraß zu sich nehmen der von einem von ihnen zu bereitet worden war, lieber würde er elendig verrecken. Jamie legte einen Brief auf den Tisch mit den Worten das Naima gegangen sei, doch was hatte ihn das zu kümmern? Er hatte das Mädchen nicht gekannt.

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